geschrieben von Verena Karle

Ein rundum gelungenes Sommercamp liegt hinter den Musikerinnen, Musikern und Freunden aus Gerstetten sowie Werischwar. Eine Woche lang war der Musikverein Gerstetten zu Gast in Ungarn. Gemeinsam mit den Musikkameraden der Werischwarer Blaskapelle trafen sich alle im idyllischen Urlaubsörtchen Tiszakécske. Neben dem gemeinsamen Musizieren standen vor allem viel Spaß, Geselligkeit und die Pflege der langjährigen Freundschaft auf dem Programm.

Bereits ab Freitag bis hin zum Montag, 3. August, reisten die Mitglieder auf den unterschiedlichsten Wegen an. Ob mit dem Flugzeug, dem Auto oder ganz gemütlich mit dem Camper über Linz, die Steiermark oder Budapest. Auf dem großzügigen Areal in Tiszakécske angekommen, bezog die Jugend die Appartements, während sich die „Vorfahren“ aus ihren Wohnmobilen und Campern eine gemütliche Wagenburg bauten. Gastdirigent Damir verlor keine Zeit und sortierte noch am Ankunftstag die Noten für die anstehenden Proben. Zum Abendessen servierte das erste Verpflegungsteam selbstgemachte, knusprige Langosch mit reichlich Knoblauch. Die perfekte Stärkung nach der langen Fahrt und ganz bestimmt auch eine effektive Abwehr gegen die ungarischen Schnaken.

Der Dienstag startete nach einem ausgiebigen Frühstück musikalisch. Am Vormittag wurde mit speziell für das Camp zusammengestellten Noten unter Damirs Leitung gemeinsam geprobt. Die ungarisch-deutsch gemischten Register fanden sich schnell zusammen und schnupperten neugierig in das Repertoire der jeweils anderen Kapelle.

Nachmittags nutzten alle die freie Zeit zum Abkühlen am Strand der Theiß, ehe der Abend in den lokalen Bars, direkt am Wasser oder in der Wagenburg auf dem Unterkunftsgelände gemütlich ausklang.

Am Mittwoch ging es nach der morgendlichen Probe ins Barack Thermal Resort. Nach einer wohltuenden Erfrischung im Bad folgte ein Auftritt auf der Bühne, bei dem das große Freundschafts-Orchester mit Alex als Sänger und Damir am Dirigentenpult für hervorragende Stimmung sorgte.

Am Abend wartete ein kulinarisches Highlight: Papa Szép zauberte für die gesamte Truppe ein traditionelles Wild-Pörkölt im Kessel.

Am Donnerstag wurde vormittags nochmals gemeinsam geprobt, denn für den Abend kündigte sich ein weiterer Auftritt an. Den Nachmittag verbrachte die Gruppe entspannt beim Baden, bei gemeinsamen Spielen oder in geselliger Runde. Nach einem zügigen Abendessen ging es direkt hinunter an den Theiß-Strand. Dort spielte das Ensemble ein kleines Standkonzert vor zahlreichen Urlaubern. Hochkonzentriert zeigte die Kapelle ihr Können und wurde mit Beifall belohnt.

Im Anschluss feierten alle gemeinsam bei einem fröhlichen Karaoke-Abend, bei dem sowohl altbekannte als auch neue Gesangstalente zum Vorschein kamen.

Nachdem am Freitagmorgen die Stimmen noch etwas geschont wurden, stand am Mittag eine gesellige Kneipentour mit der örtlichen Kleinbahn auf dem Plan. Bei Stopps an vier verschiedenen Kneipen wurde während der Fahrt kräftig gesungen und vor den Lokalen spontan aufgespielt. Am letzten gemeinsamen Abend wartete eine liebevolle Geburtstagsüberraschung mit Kuchen und Wunderkerzen auf Miri, die am nächsten Tag ihren Ehrentag feierte. Anschließend bedankten sich Zsolt Spanberger und Pál Csuka von der Werischwarer Blaskapelle für die schöne gemeinsame Zeit sowie die tiefe Freundschaft und überraschten die Gerstetter mit einem ganz besonderen Geschenk: Einem eigens arrangierten Freundschafts-Musikstück mit Gesangstext, das beide Vereine künftig gemeinsam spielen werden. Auch wenn am nächsten Tag die Abreise anstand, feierte die Gruppe in der Subi-Bar am Strand der Theiß gebührend in Miris Geburtstag hinein.

Am Samstagmorgen hieß es schließlich Zimmer räumen und Abschied nehmen. Während einige Frühaufsteher schon zeitig die Heimreise antraten, um dem Stau um Budapest möglichst zu entgehen, nutzte der Rest die freie Zeit noch für ein letztes Bad in der Theiß oder ein paar verlängerte Urlaubstage.

Ein ganz besonderer Dank gilt dem Orga-Team um Kata, Pali und Damir, allen fleißigen Helferinnen und Helfern sowie den ungarischen Freunden für die wunderbare Gastfreundschaft. Dank der hervorragenden Planung waren es Tage voller schöner Begegnungen und bester Erholung.

Schon jetzt heißt es: „Bis bald, auf Wiedersehn!“ – die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen ist riesengroß. (vk)